13 Reiseblogger berichten von ihren Erfahrungen

Reisen in der Gruppe ist für viele ein rotes Tuch. Doch warum eigentlich? Klar, Du musst vielleicht Kompromisse eingehen und bist nicht so frei, wie Du es bei einer Reise auf eigene Faust wärst. Doch dafür kannst Du Dich bequem zurücklehnen und Dich darauf verlassen, dass die komplette Orga vom Veranstalter übernommen wird, auch und gerade dann, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert. Und Du lernst neue Leute kennen, die vielleicht im Verlauf der Gruppenreise zu richtig guten Freunden werden. Seit über 12 Jahren reise ich immer wieder gerne in der Gruppe und habe bis auf wenige Ausnahmen fast nur positive Erfahrungen gemacht. Warum mein Herz für Gruppenreisen schlägt, liest Du hier.

Gruppenreise = Horror-Trip

Ich glaube, den schlechten Ruf, den Gruppenreisen weg haben, haben sie vor allem dem durchaus gängigen Klischee zu verdanken: Da ist ein Reiseleiter, der am Besten noch Fähnchen oder Regenschirm schwingend, vorauseilt und eine Horde Touristen, die ihm – eher mäßig interessiert, dafür aber laut plappernd – hinterher trabt. Und im Reisebus von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gekarrt wird, ohne das Land richtig kennenzulernen. Kennst Du den Film My Big Fat Greek Summer? Dann weißt Du, was ich meine…

Gruppenreise = Traumreise

Doch abseits dieses Klischees gibt es Gruppenreisen, die eine echte Alternative zur Individualreise darstellen. Erlebnisreisen in kleiner Gruppe, bei der nicht nur Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden (klar, die gehören auch dazu), aber auch authentische Erlebnisse ihren festen Platz im Programm haben. Beispielsweise in Form eines Homestays bei einer Familie im ländlichen Kambodscha, einer Segeltour auf dem Nil in einer typischen Felukka oder einem Dorfspaziergang in Malawi. Deshalb sollte die Gruppengröße bei der Wahl Deines Reiseveranstalters eines der wichtigsten Kriterien sein. Mehr zur Gruppengröße liest Du in meinem Artikel „Wie groß ist klein? – Die richtige Gruppengröße für Deine Gruppenreise“.

Vielleicht macht es ja auch die Mischung: Ich selbst kombiniere gerne Gruppen- und Individualreise. Zum Beispiel erst eine Tour mit der Gruppe durchs Land und danach erkunde ich noch auf eigene Faust ein paar Tage eine Stadt. Oder genieße noch ein paar relaxte Tage am Strand. Für mich ist das die perfekte Kombination!

13 Reiseblogger berichten…

Ich habe 13 Reiseblogger gefragt, welche Erfahrungen sie mit Gruppenreisen gemacht haben, was für sie das Pro & Contra bei Gruppenreisen ist, was sie schon mit einer Reisegruppe erlebt haben oder welche Tipps sie für das Reisen in der Gruppe haben. Ich freue mich riesig, dass so viele tolle Beiträge zusammengekommen sind! Danke, Ihr Lieben!


Melanie von Good morning world

Normalerweise bin ich eher ein Fan von individuellen Reisen und versuche Trips in der Gruppe weitestgehend zu vermeiden. Warum? Ich hab da immer zuviel Angst, dass die Stimmung bei so vielen verschiedenen Menschen in der Gruppe einfach nicht passt. Und da ich leider ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin, würde ich mich in diesem Fall einfach nicht wohlfühlen und könnte die Reise dann einfach nicht genießen.

Allerdings habe ich dieses Jahr im August das Experiment „Gruppenreise“ doch mal wieder gewagt und war mit einer Kleingruppe – das war mir sehr wichtig, denn dann ist irgendwie die Chance größer, dass sich alle gut verstehen – in Indiens Norden einschließlich Taj Mahal und Varanasi unterwegs. Und was soll ich sagen, die Gruppe war super und mit den beiden netten Mädels aus den Niederlanden hab ich mich sogar richtig angefreundet. Ganz besonders schön fand ich, dass ich die wirklich genialen und atemberaubenden Momente – die Farben Nordindiens in Rajasthan sind so ziemlich mit das schönste, was dieser Teil des Landes so zu bieten hat – mit jemandem teilen konnte und nicht nur – wie sonst so oft – die Freude für mich selbst hatte.

Denn es ist wirklich so, Freude und Glück sind Güter, die sich verdoppeln wenn man sie teilt! Und dass ist einer der ganz großen Pluspunkte wenn man nicht alleine, sondern zum Beispiel in der Gruppe unterwegs ist!

Über Good morning world

Auf Good morning world geht es um die wirklich besonderen Momente auf Reisen. Um magische Erlebnisse, die Dir eine Gänsehaut zaubern und die Dich nie wieder ganz loslassen. Dir nachts den Schlaf rauben und Dich ganz tief drin verändern. Und es geht darum, dass Du Deine Träume verwirklichen sollst!

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Good morning world


Madlen und Lars von Puriy

Ich entdecke die Welt am liebsten individuell und kam daher bisher noch nie auf die Idee, eine organisierte Gruppenreise zu buchen. Dennoch ergeben sich auf meinen Reisen immer wieder Situationen, in denen ich mich vor Ort über einen lokalen Touranbieter einer Gruppe anschließen musste, weil ich sonst nur erschwert oder gar nicht die Regionen erreicht hätte. Dabei mischten sich positive und negative Erfahrungen. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, mit denen ich schöne Reisemomente teilen konnte.

Da man sich die Gruppe jedoch nicht aussuchen kann, bin ich manchmal auch eiskalt erwischt worden. Da war eine mehrtägige Tour von Tupiza zum Salar de Uyuni in Bolivien, auf der viel schief lief. Leider waren die französischen Begleiter so lethargisch, dass ihnen selbst egal war, als auf der Tour das Highlight gestrichen werden sollte. In der Serengeti befanden wir uns hingegen u.a. mit einem rechtsgesinnten Holländer vier Tage lang im selben Jeep. Es nahm immer beleidigendere Züge unserem sehr bemühten und guten tansanischen Guide gegenüber an. Trotz der einmaligen Erlebnisse in der Steppenlandschaft waren wir froh, als der Albtraum ein Ende hatte.

Als wir uns in Kolumbien auf eine fünftägige Wanderung zur Ciudad Perdida machten, kam uns am Treffpunkt eine Gruppe von 10 kreischenden 20-jährigen amerikanischen Mädchen entgegen. Ich spürte wie ich mich innerlich wehrte und dachte, bitte lass das nicht unsere Begleitung für die nächsten Tage sein. Wir hatten Glück – stattdessen fanden wir uns plötzlich in einer zwar mit 22 Personen riesigen, aber dafür goldigen Gruppe wieder, mit der wir viel Spaß hatten und die sich rührend um meinen angeschlagenen Partner kümmerte. Man muss auf einer Tour nicht unbedingt Freunde fürs Leben finden, aber die Chemie sollte möglichst schon stimmen, sonst werden die schönsten Orte der Welt vielleicht doch zur kleinen persönlichen Hölle. Die Orte geben meist nur den Rahmen, doch die Erlebnisse und die Menschen, mit denen man diese teilt, sind die maßgebende Füllung.

Über die Puriysten

Reisen ist seit nunmehr 20 Jahren die Leidenschaft von Madlen und Lars. Diese findet man seit Sommer 2012 gebündelt auf ihrem Blog puriy, auf dem sie einen Einblick in ihre Reiseerlebnisse auch abseits der üblichen Touristenpfade – ob in Afrika, Südamerika oder Deutschland – geben.

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Puriy


Tanja von Reiseaufnahmen

So wie Menschen bestimmte Freunde haben, mit denen sie ähnliche Dinge verbinden, geht es mir mit dem Reisen. Gruppenreisen kommen bei mir vor allem durch unterschiedliche Interessenslagen zustande. Da sind meine Bootsfreunde, mit denen ich Hausboot auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte oder Katamaran in Kroatien fahre. Da sind die Pärchen-Freunde mit denen es des gemeinsamen Erlebens wegen nach Tansania, auf Ostseekreuzfahrt oder nach Florida geht. Da sind die Shopping-Mädels, mit denen es zur Städteeroberung nach Rom, Berlin oder Barcelona geht. Oder auch die Reisebloggerreisen, die praktisch zusammengefasst werden, um uns die Gelegenheit zu geben, zu recherchieren und tolle Menschen kennen zu lernen.

Ich bin Einzelkind und habe auf Gruppenreisen immer mit mir zu kämpfen. Mal sehne ich mich nach Ruhe, mal möchte ich meinen Kopf durchsetzen. Vor allem die Reiseplanung liegt beim klassischen Pärchen-Urlaub mit meinem Freund in meiner Hand. Diese Planung abzugeben, fällt mir oft schwer. Es tut mir aber gleichzeitig auch gut, mal los zu lassen und zu entspannen. Und es ist eine Chance zu lernen mit den Herausforderungen von Teams umzugehen, wie etwa meinem subjektiven Gleichgerechtigkeitssinn, der Rücksichtnahme auf andere oder auch mal kleinere Reibereien zu ertragen, die mir besonders schwer fallen, da ich sehr friedliebend bin.

Ich wollte nicht immer so reisen, aber gemeinsam ein Erlebnis gehabt zu haben, lässt es oftmals im Nachgang betrachtet noch größer erscheinen, als wenn ich die Erinnerung nur mit mir teile, das schätze ich auf Gruppenreisen wohl am meisten. Außerdem kann ich so Dinge erleben, die mir in anderen Konstellationen verwehrt bleiben würden.

Über Reiseaufnahmen

Tanja von Reiseaufnahmen ist reisesüchtig. Auch wenn sie Vollzeit arbeitet, versucht sie möglichst viel von der Welt zu sehen. Auf ihrem Blog gibt es Tipps wie das Reisen trotz Vollzeitstelle am besten gelingt sowie Tipps für das Zuhause, das versorgt sein will und unterwegs. Ihre Reiseberichte entstehen nach dem Motto, das Reisen ist die schönste Momentaufnahme, um glücklich zu sein.

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Reiseaufnahmen


Ilona von Wandernd

Für mich gibt es mehrere Gründe, ab und an einmal auf eine Gruppenreise zurückzugreifen, aber einer ist für mich ein ganz wesentlicher: Ich reise nicht besonders gerne allein! Ja, ich gehe hin und wieder alleine auf Reisen und bereue diese Reisen auch nicht. Aber für gewöhnlich ist das „Alleine Reisen“ einfach deshalb angesagt, weil die einzige Alternative das „Gar nicht Reisen“ wäre – und gar nicht zu verreisen ist nun mal keine wirkliche Alternative für mich!

Nicht alle meine Freunde haben Lust, Zeit und Geld für die Reiseziele, die mich interessieren. Und nicht mit allen meiner Freunde harmoniere ich gut genug, um mit ihnen zu verreisen. Wir haben einfach zu unterschiedliche Erwartungen, wollen oft vollkommen gegensätzliche Sachen. Das würde bedeuten, dass einer von uns wirklich große Kompromisse eingehen müsste – und am Ende wären wohl alle unzufrieden.

Trotzdem möchte ich manchmal einfach Menschen um mich wissen, mit denen ich meine Eindrücke teilen kann. Ich bin ein extrovertierter Typ und verarbeite Eindrücke, indem ich darüber spreche. Und ich fühle mich alleine auf Reisen durchaus einsam. Klar komme ich immer mit Menschen ins Gespräch, aber der Small-Talk genügt mir nicht, um mein Bedürfnis nach echtem Austausch zu befriedigen – er weckt gerade einmal den Appetit auf mehr! (Nach so kurzen, netten Gesprächen fühle ich mich dann normalerweise erst richtig allein und sehne mich nach Gesellschaft.) Da ich auch nicht gerne in Hostels absteige, komme ich auch kaum mit „anderen“ Backpackern etc. ins Gespräch.

Für mich ist daher eine Gruppenreise manchmal die perfekte Lösung: Ich fand bisher immer schnell Anschluss, habe mit Mitreisenden z.T. bis heute Kontakt und sie wieder getroffen. Tatsächlich bereits über eine weitere gemeinsame Reise gesprochen. (Natürlich gibt es in jeder Gruppe auch Leute, die einem schrecklich auf die Nerven gehen – aber meist kann man diesen Typen ganz gut aus dem Weg gehen.) Dadurch, dass man mehr Zeit miteinander verbrachte, als mit flüchtigen Bekanntschaften im Zug oder Lokal, ergaben sich auch tiefere Gespräche. Dennoch waren diese Menschen keine engen Freunde, ich habe nicht mit ihnen gemeinsam die Reise angetreten – deshalb war es auch leicht, sich zurückzuziehen und alleine herumzubummeln, wenn ich das wünschte. Niemand nahm mir das übel und niemand erwartete von mir, dass ich mich ihm anschloss und für unterschiedliche Unternehmungen konnte ich auch unterschiedliche Begleitungen wählen – oder eben alleine aufbrechen!

Warum ich sonst noch der Ansicht bin, dass Gruppenreise besser sind (oder sein können!) als ihr Ruf und durchaus eine sinnvolle Alternative bieten können, beschreibe ich in diesem Artikel auf meinem Blog.

Über Wandernd

Ilona, Anfang 30, immer auf dem Sprung: reiselustig, fotografiefreudig und bücherliebend erzähle ich auf meinem Blog über die Reisen, die ich in den letzten Jahren in Nah und Fern, organisiert oder völlig spontan und chaotisch, kurz oder lang, mit dem Fahrrad oder dem Flugzeug unternommen habe – und philosophiere auch das ein oder andere Mal über das Reisen an sich.

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Wandernd


Sandra von Follow the World

Da ich meine Reisen und Ausflüge gerne selbst plane, habe ich noch nie eine mehrtätige Gruppenreise gemacht. Durch viele Tagesausflüge in Gruppen konnte ich so aber auch einige Erfahrungen sammeln und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob eine Gruppenreise was für mich ist. Die Vorteile sind da für mich ganz klar die Bequemlichkeit: Ich muss mich um nichts kümmern und kann jede Sekunde der Reise genießen. Der für mich größte Nachteil ist die Gebundenheit: Ich bin gebunden an eine Gruppe und an ein Programm, das sich nicht einfach wechseln lässt.

So habe ich auch bei Tagesausflügen meine verschiedenen Erfahrungen gesammelt: Bei unserer Downhill-Radtour durch die Reisfelder Ubud’s war einfach alles perfekt: es gab ein leckeres Frühstück, die Gruppe war lustig, gesellig und bunt gemischt, unser Tourguide war bemüht und das Programm interessant. Diese Gruppentagestour werde ich immer in guter Erinnerung behalten.

Dagegen habe ich in der Dominikanischen Republik eine ganz miserable Erfahrung gesammelt: Ein Tourbus, welcher viel zu klein war für die insgesamt viel zu große Gruppe von 30 (!) Personen war. Ein Tourguide, der nur auf das Geld aus war. Und ein Programm, das trotz extremen Niederschlägen knallhart durchgezogen wurde (Der Bus war oben und seitlich offen). Was soll man machen? Da muss man dann eben einfach sitzen bleiben und die Tour brav zu Ende mitmachen, auch wenn man gerne was anderes tun würde. Alles in allem werde ich sicherlich bald einmal eine mehrtägige Gruppenreise testen, damit ich endlich weiss, ob das auch was für mich ist.

Über Follow the World

Auf Sandra’s Reise- und Lifestyleblog findest Du geniale Reisetipps um die Welt sowie einen gratis Florida Reiseguide. Gesunde Rezepte, Fitnessideen und Inspirationen für deinen Lifestyle sind ebenso auf followtheworld zu finden.

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Tobias von Life after Backpacking

Gruppenreise ja oder nein, ein viel diskutiertes Thema. Seit meiner Weltreise um die Südhalbkugel vor fünf Jahren konnte ich sowohl die Vorzüge von Gruppenreisen als auch den Reisestil des Alleinreisenden mit Backpack für mich entdecken.

Einige Highlights meiner Gruppen- und Erlebnisreisen waren bisher die Durchquerung der Uyuni Wüste in Bolivien, das Dschungel Trekking zur verlorenen Stadt in Kolumbien, eine Overlandtour von Kapstadt zu den Viktoriafällen oder auch eine Rundreise durch Vietnam.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ich den Reisestil einer Gruppenreise immer mehr liebgewonnen habe. Dabei spielen wohl auch zunehmendes Alter und die eigene Bequemlichkeit eine Rolle. Denn die Vorzüge einer Gruppenreise sind schon angenehm, um von einer Sightseeing Attraktion zur nächsten zu gelangen und sich über Hotel, Essen und Transport keine Gedanken machen zu müssen.

Auf der anderen Seite verlieren Gruppenreisen aufgrund des strikten Zeitplans an Spontanität. An dem einen oder anderen einsamen Strand der Westküste Australiens wäre ich beispielsweise gerne länger geblieben. Im Gegensatz dazu gab es allerdings auch Orte, die ich als Individualreisender schneller verlassen hätte.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt, welcher eine tolle Gruppenreise ausmacht, sind die Teilnehmer selbst. Bis auf eine Ausnahme hatte ich immer das Glück tolle Reisegruppen zu erwischen, die mir eine ganz wunderbare gemeinsame Zeit ermöglicht haben. Daraus hat sich auch nach Reiseende die eine oder andere Freundschaft entwickelt, die trotz großer Entfernungen noch immer bestehen.

Für meine kommende Reise nach Indien habe ich mich mal wieder für eine typische Rucksackreise entschieden, um den Subkontinent auf eigene Faust zu erkunden. Ganz egal, für welche Reiseart Du dich entscheidest, am besten einmal beide Möglichkeiten ausprobieren oder miteinander kombinieren. Wie wäre es z.B mit einer Gruppenreise durch Mosambik mit anschließendem Badeurlaub am indischen Ozean?

Über Life After Backpacking

Tobias Hagemeister ist Gründer von Life After Backpacking, einem Reiseblog über das Heimkehren nach einer langen Reise. Auf afterbackpacking.de gebe ich dir Tipps über das Leben und die Arbeit nach der Weltreise.

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Life after Backpacking


Renate von Raus ins Leben

Auf eigene Faust in ferne Länder ziehen, möchte nicht jede/r. Vielleicht weil die Länder eine Herausforderung darstellen, wie z.B. Indien, oder die Urlaubszeit sehr knapp ist. Gruppen- und Erlebnisreisen bieten sich da als eine gute Lösung an. Sie sind gut durchorganisiert und Du kannst dich entspannt zurücklehnen.

Nicht jede Gruppenreise ist gleich. Prüfe vorher, was Du von einer Reise erwartest. Meine Tipps geben Dir eine Hilfestellung für eine gelungene Reise:

  • Achte auf die Größe der Gruppe.
    Es macht einen großen Unterschied, ob Du mit fast 40 Personen in einem Reisebus sitzt oder mit vielleicht 15. Bei großen Gruppen dauert nicht nur das Ein- und Aussteigen länger, du erlebst auch alle Sehenswürdigkeiten in der Masse. Manche Erlebnisse, wie z. B. der Besuch eines privaten Wohnhauses, fallen aufgrund der Gruppengröße ganz weg. Vielleicht hast du schon akustisch Schwierigkeiten den Berichten des Reiseleiters zu folgen. Versuche Kleingruppen zu buchen. Mehr über die richtige Gruppengröße liest Du hier.
  • Überlege, welche Reiseform Dir am meisten entspricht.
    Studien-, Erlebnis- oder Aktivreise. Was möchtest Du auf Reisen erleben? Bist Du besonders wissensdurstig und interessierst Dich für alle Details eines Themas oder einer Reise, dann ist eine Studienreise etwas für Dich. Willst du lieber eine Mischung aus Besichtigen, Erleben und Freizeit, schau Dir Erlebnisreisen an. Bist Du eher sportlich und suchst die Action wie Wandern, Radfahren usw. – auf Aktivreisen kannst Du mit Gleichgesinnten aktiv sein.
  • Pro & Kontra Gruppenreisen:
    Wie zu erwarten, treffen sich auf Gruppenreisen die unterschiedlichsten Menschen zu einer Reise. Wenn Du Glück hast, reist Du mit einer netten, fröhlichen Gruppe. Es sind allerdings immer mal einzelne Querulanten und Nervensägen in der Gruppe zu finden. Versuche sie zu ignorieren, genieße während der Fahrt Musik auf den Ohren und lächle. Es ist Deine Reise, konzentriere Dich auf das Schöne.
Über Raus ins Leben

Raus ins Leben ist ein Reiseblog für Kurz- und Erlebnisreisen. Ich möchte Dir Informationen und Inspiration geben, damit Deine Reisewünsche in Erfüllung gehen. Dabei versuche ich meine langjährige Erfahrung als Touristikerin und vom Reisefieber geplagte als Grundlage zu nutzen.

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Raus ins Leben

Maria von Fernwehzauber

Ich bin ganz ehrlich – Gruppenreisen gehören nicht zu meinen präferierten Reisearten. Bislang verreiste ich meist zu zweit und organisierte dann alles recht spontan und flexibel. Und so war es auch letztes Jahr, als ich mit meiner besten Freundin für 10 Tage nach Marokko reiste. Der Flug und die erste Übernachtung waren gebucht, alles Andere stand noch in den Sternen. Doch dann informierten wir uns vor Ort über die Ausflugsmöglichkeiten und hatten kurzentschlossen eine 3-Tages-Tour in die Sahara gebucht. Die Vorteile: Wir konnten innerhalb kurzer Zeit möglichst viel von einem uns fremden Land sehen und mussten uns auch um Nichts kümmern – alles war bereits organisiert.

Und so fanden wir uns eines Morgens in einem Kleinbus mit 10 anderen, uns völlig fremden Menschen wieder. Gemeinsam verbrachten wir 3 Tage zusammen: wir probierten gemeinsam das marokkanische Essen, schliefen im gleichen Beduinenzelt inmitten der Wüste, machten die gleichen Touri-Bilder und überbrückten im Chor die lange Zeit im Bus. Und jeder Einzelne bereicherte unsere Gruppe ein bisschen: Seien es die zwei japanischen Mädchen, die in London studieren, das verliebte, junge Pärchen aus Großbritannien oder die Deutsche, die vor ein paar Monaten nach Marokko ausgewandert ist. Besonders beeindruckt waren wir auch von drei Amerikanern mit indischen Wurzeln, die uns vollkommen weltoffen von ihrem Leben und ihrer Freiwilligenarbeit erzählten oder von den zwei Australiern, die fast schon die ganze Welt bereist haben.

Durch dieses Zusammenspiel verschiedener Individuen, Ethnien und Altersklassen wurde unsere Tour zu etwas Besonderem und zu tollen 3 Tagen. Glücklicherweise funktionierte auch alles mit unseren Guides und den Unterkünften, so dass sich das Geld definitiv gelohnt hat. Wenn es die Umstände erlauben, sind solche Gruppenreisen also auf jeden Fall eine Überlegung wert!

Über Maria & Fernwehzauber

Alles begann im Herbst 2012 als Maria für ein Semester auf die Urlaubsinsel Bali zog, um dort zu studieren. Neben dem Studium entdeckte sie die Schönheit und Vielfältigkeit dieses Landes und wurde vom Zauber der fremden Kulturen verzaubert. Seitdem versucht sie stetig, weitere spannende Länder zu bereisen und Kulturen abseits der Touristenpfade kennen zu lernen. Da das aber neben einem Full-Time-Job im Online Marketing gar nicht so einfach ist, versucht sie diesen Fernwehzauber auch im Alltag in München zu erleben. In ihrem Blog schreibt sie über Urlaubgefühle im Alltagsstress und spannende Reisen in Nah und Fern.


Irene von The Black Hoodie Blog

Normalerweise bin ich ja eigentlich eher alleine oder höchstens mit meinem Freund unterwegs, um die Welt zu erkunden. Aber als ich für ein halbes Jahr in der Türkei gelebt und studiert habe, haben sich auch andere Reisemöglichkeiten für mich ergeben. Und ich habe zum ersten Mal auch das “Gruppenreisen” für mich entdecken können. Durch mein Studium konnte ich an vielen Wochenendtrips, die von Studenten geplant worden sind, teilnehmen. Wir alle hatten eins im Sinn: Die Türkei entdecken.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass Gruppenreisen den Teamgeist entfachen können. Wenn man das Glück hat und in eine tolle Gruppe kommt, kann sich ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln und man hat die einmalige Möglichkeit, intensive Freundschaften zu schließen, denn man kreiert ein Erlebnis – gemeinsam – so etwas verbindet schließlich. Ich hab zum Beispiel einen Trip mit meinen Kommilitonen nach Fetihye gemacht (wunderschöner Ort!). Wir sind von dort aus zum Saklıkent Canyon gefahren. Der Canyon ist 18km lang und gehört zu den tiefsten der Welt. Ab April kann man ungefähr 4 km selbst erkunden und durch das manchmal knietiefe und manchmal hüfttiefe Wasser treten, klettern, fallen und gehen. Keine leichte Sache und an manchen Stellen war Teamwork gefragt: sich gegenseitig helfen, die Räuberleiter geben, sich die Hände reichen war notwendig, um ans Ziel zu kommen.

Am Ende des Tages waren wir kaputt, aber glücklich und haben uns am Abend in einem verlassenen Restaurant eine wundervolle Mahlzeit von der Mutter unseres Tourguides servieren lassen. Fast wie zu Hause bei Mama. Es gab an dem Abend viel Gelächter, gute Laune, einen tollen Sonnenuntergang und positive Energien. Ein perfekter Abend halt.

Auf der anderen Seite wiederum kann das auch manchmal anstrengend sein. Viele verschiedene Menschen haben viele verschiedene Bedürfnisse und Meinungen und das kreiert eine bestimmte Gruppendynamik, der man manchmal folgen muss, sonst kann es auch mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen und im schlimmsten Fall zu Streitereien.

Am Ende musst Du das für Dich persönlich abwägen und schauen, ob Du der Typ dafür bist. Und auch wenn ich die Welt eigentlich lieber auf eigene Faust erkunde, muss ich gestehen, dass Gruppenreisen gar nicht so schlecht sind 😉

Über The Black Hoodie Blog

Ich bin Irene und genieße das Leben am liebsten außerhalb meiner Komfortzone in irgendeinem entfernten Land (zur Zeit lebe ich in Kanada). Auf meinem Reiseblog The Black Hoodie Blog erfährst du alles über’s Solo-Reisen als Girl, Auswandern nach Kanada und meine Reiseerlebnisse in entfernten Ländern.

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The Black Hoodie Blog


Steffi von Steffistraumzeit

Alleine Reisen, das ist meine liebste Reiseart. Bei der Vorstellung, für längere Zeit mit einer Gruppe unterwegs zu sein, wird es mir ganz unwohl. Und das nicht, weil ich keine anderen Menschen mag, sondern weil Du eben nicht weißt, welche Menschen in Deiner Gruppe landen. Wie sind die so drauf, wie reisen sie und was für Persönlichkeiten hast Du um Dich?

Das ist aber auch die große Chance einer solchen Reise, denn Du kannst wundervolle Menschen in Deiner Gruppe haben und eine einzigartige Zeit erleben. So habe ich es in Thailand erlebt. Ich habe ein Zwei-Tages-Trekking zu einem Bergvolk mitgemacht, natürlich mit einer Gruppe. Was soll ich sagen, es war wunderbar!

Ich war die einzige Deutsche und die Gruppe bunt gemischt, Engländer, Franzosen, Neuseeländer, Japaner und unser Guide aus Thailand, insgesamt 9 Personen. Die Gruppe hat sich gleich gut verstanden und wir haben viel gequatscht und gelacht. Wenn es dann mal wieder steiler wurde, haben wir uns gegenseitig motiviert und alle sind so gut ans Ziel gekommen.

Am schönsten war aber der Abend mit der Gruppe! Nachdem wir alle mit eiskaltem Wasser aus der Wassertonne geduscht hatten, gab es das beste Kürbis-Curry, das ich je gegessen habe. Gekocht über offenem Feuer in einer kleinen Hütte von unserem Guide. Und dann war es einfach nur noch ein großartiger Abend mit Gitarrenklängen, Liedern aus den verschiedenen Ländern, vielen lustigen und spannenden Reisegeschichten und viel guter Laune. Ein echt tolles Gruppenerlebnis, das mich Gruppenreisen gegenüber ein bisschen weniger skeptisch gestimmt hat.

Über Steffistraumzeit

Steffistraumzeit ist der Reiseblog für alle mit Lust am unterwegs sein. Ich liebe das Reisen in all seinen Facetten und Du findest neben verschiedensten Reiseberichten auf dem Blog auch jede Menge zum Alleine Reisen, wandern und zur Reiseplanung.

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Steffistraumzeit


Anna von Die Gradwanderung

Meine bisher einzige wirkliche Gruppenreise war ein Outback Trip, der die Krönung meines dreimonatigen Auslandsaufenthaltes in Australien werden sollte. Dass ich seitdem keine weiteren Gruppenreisen unternommen habe, liegt aber nicht an den Leuten, mit denen ich unterwegs gewesen bin, sondern schlicht und ergreifend daran, dass es sich nicht mehr ergeben hat.

Der Outback Trip an sich war natürlich schon ein unvergessliches Erlebnis, allerdings hätte ich ihn wohl nicht so in Erinnerung behalten, wenn ich ihn nicht in einer Gruppe unternommen hätte. Denn auch wenn ich mit Gruppenreisen noch kaum Erfahrungen habe, hat mir doch der Zusammenhalt, der sich auch über die recht kurze Zeit hinweg entwickelt hat, sehr gefallen. Jeder hat auf jeden geachtet und wenn mal jemand seinen Schlafsack irgendwo hat liegen lassen, gab es immer ein Mitglied der Gruppe, das ihn für denjenigen eingesammelt hat. Auch die Tatsache, dass man sich am Abend mit allen Personen zusammensetzen und den Tag in geselliger Runde ausklingen lassen konnte, war eine tolle Erfahrung. Natürlich geht man sich manchmal auch auf die Nerven und wenn ein Schnarcher mit im Zelt liegt, kann das schon anstrengend werden (ich hatte da Glück, Gott sei Dank). Davon abgesehen ist eine Gruppentour für Leute, die gerne ihr eigenes Ding durchziehen wohl nicht unbedingt geeignet, denn Absprachen gehören einfach dazu und machen meiner Meinung nach den Reiz und die Herausforderung einer solchen Reise aus.

Nichtzuletzt verdanke ich diesem Trip eine meiner schönsten Reiseerinnerungen überhaupt: Wir lagen in Schlafsäcken dicht nebeneinander mitten im Outback und konnten wegen der Kälte kein Auge zutun. Wollten wir aber auch gar nicht, denn der Blick auf die Milchstraße war viel zu beeindruckend. Diese Erinnerung werde ich für immer mit den anderen teilen und sie ist auch der Grund, weshalb ich jederzeit wieder eine Gruppenreise machen würde.

Über Die Gradwanderung

Ich bin Anna, Nordlicht und Studentin, und teile auf „die Gradwanderung“ Fotos und Geschichten aus meiner Heimat Norddeutschland und vom ganzen Globus. Ich schreibe über Städtereisen, gebe Spartipps für Studenten wie mich, oder Reisende mit kleinerem Budget, und entdecke ab und zu in meinen Berichten auch einmal die große weite Welt.

diegradwanderung.de | Facebook | Twitter | Instagram

Die Gradwanderung


Chris von Globesurfer

Gleich vorne weg gesagt: Ich bin kein großer Fan von Gruppenreisen. Diese sind ja auch meist bis zum Anschlag vollgepackt und durchgeplant mit Aktivitäten, dass man kaum Luft holen oder Sachen richtig auf sich wirken lassen kann. Man lernt zwar super viele Leute kennen, aber irgendwie hätte ich gerne das eine oder das andere: Entweder Leute kennen lernen oder Orte und Dinge entdecken.

Auf vielen Touren macht man ja quasi eine kleine Gruppenreise. Für ein paar Tage finde ich das voll in Ordnung. Das kann auch Vorteile mit sich bringen. Zum Beispiel können andere von einem Fotos machen oder man kann sich auf Fahrten, wo es doch manchmal sehr langweilig werden kann, unterhalten.

In Südamerika habe ich sogar ein Pärchen kennen gelernt, die eine sehr ähnliche Route hatten und beim dritten Treffen haben wir uns einfach mal entschieden, ein Stückchen zusammen zu Reisen, weil wir uns einfach gut verstanden habe. Mit ihnen bin ich dann auch etwas anders gereist. Man hat gelernt, mehr Kompromisse einzugehen, aber man musste jetzt auch nicht immer alles alleine planen. Das war super entspannend.

Ich weiß nicht, ob man zu zweit Reisen schon als Gruppenreise bezeichnen kann. Aber es kommt schon vor, dass man sich bei Gruppenreisen (egal, mit wie vielen Leuten man reist) etwas verknallt… Auf meiner Weltreise ist mir das 2-3 mal passiert… ABER das hat dann schon wieder einen ganz anderen Einfluss auf die Reise im Allgemeinen. Für mich ist das „alleine Reisen“ immer noch die beste Art zu Reisen, aber gegen etwas Gesellschaft auf der Reise habe ich nichts einzuwenden.

Über Globesurfer

Mein Name ist Chris (29), ich betreibe einen Weltreise Blog und ein Backpacker Info-Portal. Ich war auf meiner ersten Weltreise 15 Monate lang in der Welt unterwegs und plane derzeit mein Leben als Digital Nomade für die nächste Weltreise vor.

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Globesurfer

Franka von Detailidee

Eines des verrücktesten und schönsten, aber auch sonderbarsten Ereignisse trat auf – oder viel mehr nach – einem Gruppenausflug während meiner Rundreise durch Costa Rica ein: Ich ließ mich von meiner damaligen Reisebegleitung zu einem Raftingausflug mit einer Gruppe im Süden der Insel, in Manuel Antonio, überreden. Anfänglich etwas enttäuscht über die Leute, die sich zu uns in den Ausflugsbus gesellten, stellte sich später heraus, dass es einer der glücklichsten Zufälle unseres Trips werden sollte. Unsere Gruppe bestand aus uns zwei jungen Hüpfern und drei um die 60 Jahre alten Herren aus den USA.

Während des actionreichen Ausfluges sowie beim späteren gemeinsamen Essen kamen wir irgendwann über Smalltalk hinaus ins Gespräch und verstanden uns blendend. Wir erzählten unter anderem von unserer etwas daneben geratenen Planung für den nächsten Tag. Der Nationalpark Manuel Antonio, den wir planten zu besuchen, hatte leider ausgerechnet an diesem Tag geschlossen, was all unsere darauf aufbauenden Reisepläne durcheinander warf. Um uns die Enttäuschung etwas zu nehmen, bot uns einer der älteren Herren an, uns auf eine Stunde Jetskifahren einzuladen. Nach anfänglich sehr großem Misstrauen, gemischt mit Bescheidenheit und Überforderung, begann eine längere Diskussion. Er erzählte uns von seinen rucksackreisenden Töchtern und seiner wenig Besorgnis erregenden finanziellen Situation und so kam es, dass wir schließlich einwilligten.

Wir genossen also wenig später eine weitere Stunde gesponserten Wasserspaß in Costa Rica an diesem Tag und freuten uns wie kleine Kinder. Ich denke oft noch an den großzügigen Herren zurück und frage mich, was ihn letztendlich zu der Einladung bewegt hat. Unsere Bedenken schienen jedenfalls unbegründet gewesen zu sein, denn nachdem wir seiner Einladung gefolgt waren, sahen wir ihn nie wieder. Wozu so Gruppenreisen nicht alles gut sein können…

Über Detailidee

Ich bin Franka und blogge seit einiger Zeit auf meinem kleinen Reiseblog www.detailidee.com. Ich habe mich sehr gefreut, dass Marion zu dem Thema auch auf mich zugekommen ist.

detailidee.com | Facebook

Detailidee


Wie siehst Du das? Sind Gruppenreisen für Dich der absolute Horror oder der unbeschwerte Traumurlaub mit neuen Freunden? Welche Erfahrungen hast Du bereits mit Reisen in der Gruppe gemacht? 

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19 Kommentare

  • Jaaa, auch ich bin bekennender Gruppenreise-Fan – allerdings mit Vorbehalten. Auf Reitreisen schweisst das Hobby, die Liebe zu Tier und Natur zusammen. Und man nimmt negatives eher mit Humor als wenn man sich allein drüber ärgert. Aber ich gebe zu, ich bin auch schnell genervt von Leuten und bestimmten Verhaltensweisen. Da hilft dann nur tief durchatmen oder doch mal sich ausklinken. Und bei mehr als 15 Leuten wird es wirklich zu anonym, bzw teilt es sich dann in Untergruppen auf. Bei Sightseeing-Touren bin ich meist lieber allein unterwegs als bei Abenteuern in der Pampa – denn da neige ich dazu, sehr viel in kurzer Zeit abzuhaken und oft ist dann so eine Unruhe, während eine Reiseleiterin lang und breit etwas erklärt, da schäme ich mich manchmal fremd, wie wenig sich Leute mal konzentrieren und einfach zuhören können…

    • Liebe Uta,
      wie meist im Leben macht es die Mischung, finde ich. Ich bin gerne mal ein paar Tage allein unterwegs, aber bei längeren Touren schließe ich mich gerne einer Gruppe an. Und manchmal hat man da wirklich einen tollen Zusammenhalt – gerade wenn etwas schief läuft. Und im Zweifelsfall kann man dann auch zusammen drüber lachen 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Liebe Marion,

    tolles Thema 🙂 Ich habe alles gemacht -Reisen alleine, als Paar, in Gruppen 🙂

    Für mich hat alles seine Vorteile. Gruppenreisen spalten. Ich hatte super, super positive Erfahrungen gemacht und auch die „worst ever“.

    Toll war meine Patagonien Tour mit Kondor. Kurzentschlossen ermöglichen Gruppenreisen viel Spontanität und „relaxtes laid-back“, weil alles organisiert ist. Für mich steht und fällt eine Gruppenreise mit den Mitreisenden und den Guides. Bei meiner Patagonien Tour haben es die tollen Guides ausgemacht, die so viel mehr rechts und links erzählt haben und einfach umwerfend waren.

    Auf meiner Harley-Tour durch den Süden der USA war es die Gruppe. Alles NLP-ler mit der gleichen Einstellung alles und immer positiv zu sehen. Hammer coole Tour!

    Damit ich auch mal das Gegenteil kennenlernen konnte, war mein Afrika Rundreise gut. Gefühlt die schlimmste, vorstellbare Katastrophe … Super-Gau und das auf einer mehr als 8-wöchigen Tour. Da hat einfach gar nichts gepasst 😉 Gut zu wissen, schlimmer kann es nie mehr werden auf Gruppenreisen 😀

    Liebe Grüße,
    Petra

    • Liebe Petra,
      da hast Du natürlich recht, alles steht und fällt mit der Gruppe und dem Reiseleiter. Manchmal hat man auch einfach Pech – aber oft ja auch viel Glück. Umso schlimmer, wenn man gerade bei so einer langen Tour einen Griff ins Klo landet…
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Ein interessantes Thema! Und eines, bei dem die Meinungen – wie man sieht – ja auch sehr auseinandergehen. Ich denke, wenn man eine Gruppenreise macht, auf der das Gesamt-Thema vorgegeben ist wie zum Beispiel eine Tour für Weinfreunde durch die Toskana oder ähnlich, ist die Gefahr eher gering, dass Störer bei einer solchen Gruppe dabei sind. Das gemeinsame Interesse verbindet. Anders ist es möglicherweise bei einer allgemein gehaltenen Reise durch ein ganzes Land, wo vorher schwer abzusehen ist, wie die Gruppe zusammen gesetzt ist.

    • Hallo Monika und Petar,
      das stimmt, wenn man gemeinsame Interessen hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es ganz gut harmoniert. Aber ich hatte auch schon Gruppen, die auf den ersten Blick total unterschiedlich waren und dennoch eine gute Zeit zusammen verbracht haben. Beispielsweise auf meiner Tour durch Ostanatolien. Meine Zimmergenossin und ich waren die jüngsten Teilnehmerinnen (beide damals Anfang bis Mitte 30), der Rest der Gruppe von Mitte 50 bis in die 80er! Aber eines hatten alle gemeinsam: Abenteuerlust und Interesse für Kultur, Land und Leute. Und die älteren Herrschaften hatten auch einiges aus ihrem Leben zu berichten – wie z.B. die beiden britischen Damen, beide weit über 70, die in ihrer Jugend von Indien über Afghanistan zurück nach London getrampt sind 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Das ist eine interessante Mischung aus Erlebnissen geworden. Ich bin auch schon in kleinen Gruppen gereist. Das ist eine ganz andere Erfahrung! Besonders in Reisezielen, die schwerer zugänglich sind, buche ich lieber eine Gruppenreise. Bei Städtereisen brauche ich das nicht.

    Anders sind die Erlebnisse manchmal bei Reisen mit über 40 Personen im Bus. Das kann anstrengend werden, muss es aber nicht! Vieles steht und fällt mit dem Reiseleiter. Seltsam ist nur, woher immer diese 1 – 2 Querulanten kommen, die so eine Gruppe ganz schön aufmischen können. 😉

    Danke, dass ich dabei sein durfte und weiter frohes Reisen.

    Liebe Grüße
    Renate

    • Liebe Renate,
      ich fürchte, beim Reisen ist es wie überall im Leben: Mit allen kommt man nicht klar. Muss man ja auch gar nicht 🙂 Aber Du hast Recht, so ein paar Querschläger können einem die Reise zum Teil schon vermiesen, wenn man sich nicht so richtig aus dem Weg gehen kann. Ich hatte auch mal so einen Fall in Kuba, der Typ war unmöglich. Ständig nur am Meckern (wie kann da auch der Veranstalter zulassen, dass kurz vorher Hurricane Sandy vorbeischaut und deshalb die Tour entsprechend angepasst wird, tststs…) und richtig unverschämt zu unserer Reiseleiterin, die einen guten Job gemacht hat. Aber das war eigentlich auch der schwerwiegendste Fall, meist hatte ich sehr nette Mitreisende 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Interessante Zusammenschau – vielen Dank! Ich habe mir auch gerade ganz aktuell auf meinem Blog Gedanken zum Thema Gruppenreise versus allein/zu zweit reisen gemacht. Mit Ausnahme von kurzen Gruppenreisen vor Ort, weil man ansonsten schwer in manche Gegenden kommt, meide ich Gruppenreisen, weil ich es einfach nicht leiden kann, wenn nervige Menschen mir die Stimmung vermiesen. Ich habe auf solchen Kurzgruppentrips schon auch nette Leute kennengelernt (aber bin mit keinem länger in Kontakt geblieben), aber in den allermeisten Fällen war eben auch immer mindestens ein Gruppendepp dabei, bei dem ich froh war, ihn nach einigen Tagen wieder los zu sein.

    • Hallo Sabine,
      Deppen können natürlich immer mal dabei sein, aber bisher konnte ich denen eigentlich immer ganz gut aus dem Weg gehen und mich mit den netten Leuten zusammentun 🙂 Ein länger anhaltender Kontakt ergibt sich wahrscheinlich eher bei längeren Touren, wenn man viel zusammen erlebt hat und vielleicht sogar die ein oder andere Schwierigkeit zusammen gemeistert hat. Mit manchen Mitreisenden habe ich auch nach Jahren noch Kontakt und denke gerne an die gemeinsamen Reisen zurück.
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Interessante Mischung. Aber ich muss sagen: Schade, dass manchmal immer noch das alte Klischee durchschimmert, dass Gruppenreisen immer total vollgepackt sind und man nicht zum Durchschnaufen und Verarbeiten kommt. Denn genau so muss es ja eben nicht sein!

    • Hallo Ilona, ich denke, es kommt auch immer drauf an, für welchen Reiseveranstalter man sich entscheidet. Viele bieten ja auch kleinere Gruppen an und da läuft die Tour in der Regel auch deutlich entspannter ab. Und auch der Zusammenhalt in der Gruppe ist größer. Meine bevorzugte Gruppengröße liegt bei max. 15 Teilnehmern, da ist das auch noch überschaubar.
      Liebe Grüße,
      Marion

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