In 20 Fotos um die Welt Kolumbien Lateinamerika

In 20 Fotos um die Welt: Kolumbien

In 20 Fotos um die Welt: Kolumbien

Kolumbien, das Land zwischen Pazifik und Karibik, hat mehr zu bieten als Drogenkartelle und die berüchtigte FARC. Kolumbien ist extrem vielseitig: Von weißen Stränden und türkisblauem Meer über die Kolonialstadt Cartagena, die Metropolen Bogotá und Medellin bis zu den schneebedeckten Gipfeln der kolumbianischen Anden, die grüne Kaffeezone oder die rot-braun schimmernden Formationen der Tatacoa-Wüste. Los geht die Reise nach Kolumbien!

#1 Cartagena – Kathedrale

Cartagena de Indias zählt zweifelsohne zu den schönsten und interessantesten Städten Lateinamerikas. Die an der Karibikküste von Kolumbien gelegene Stadt ist unvergleichlich farbenfroh und romantisch. Im Stadtviertel El Centro sind die Kathedrale und viele Paläste im andalusischen Stil zu finden. In den umliegenden Altstadt-Gassen pulsiert das Leben.

Die Kathedrale von Cartagena

#2 Cartagena – Festung San Felipe

Das Fort San Felipe de Barajas beherrscht das Stadtbild Cartagenas. Nachdem wir uns durch die Horden der Straßenverkäufer gekämpft haben, steigen wir die Festung hinauf, begleitet von den schrägen Tönen eines einsamen Trompeters. Oben angekommen warten wir auf den Sonnenuntergang – unten in den Straßen wimmelt es hektisch und lebhaft, doch die alten, dicken Mauern des Forts strahlen Ruhe aus, nur die riesige kolumbianische Flagge flattert im Wind. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf Cartagena und das karibische Meer, die ich in mich aufsauge, bis die Sonne im Meer versinkt. Auf dem Weg nach unten stolpern wir durch die dunklen Gänge der Kassematten, die durch ein ausgeklügeltes Tunnel- und Wegesystem verbunden sind. In der Dämmerung verabschiede ich mich von der beleuchteten Festung.

Cartagena - die Festung San Felipe

#3 Cartagena – Koloniale Altstadt

Cartagena gilt als die Perle der Karibik, eines der Highlights Südamerikas. Cartagena ist ein Schmelztiegel aus Kolonialstilhäusern, karibischem Flair und afrikanischen Einflüssen. Die koloniale Altstadt mit ihren romantischen Holzbalkonen und luftigen Innenhöfen wurden von der UNESCO zum historischen Weltkulturerbe erklärt.

Die koloniale Altstadt von Cartagena

#4 Medellin

Medellin ist die Stadt des ewigen Frühlings. Etwas außerhalb liegt der Friedhof Jardines de Montesacro mit dem Grab des berüchtigten Pablo Escobar. Wie alle Gräber wird es lediglich von einer schlichten Marmortafel geziert, jedoch umgeben von einem Meer frischer Blumen. Escobar war Ende der 1970er Jahre zum mächtigsten Mann des größten Drogenkartells der Welt geworden. Vom Grabstein- und Autodieb wurde er zum Drogenbaron. Mit der Regierung Kolumbiens lieferte er siche eine terroristische Attentatserie nach der anderen, während er gleichzeitig die Armen unterstützte. Heutzutage will der Staat verhindern, dass Escobar verherrlicht wird.

Medellin - Grab von Pablo Escobar

 #5 Nevado del Ruiz

Die Nevados sind die höchste Erhebung der Zentralkordillere in Kolumbien, der Nationalpark umfasst eine Fläche von 580 km2. Der aktive Vulkan Nevado del Ruiz ist mit 5.400 m der höchste Punkt. Meine Reisegruppe fährt mit Guide und Fahrer im 2.150 m hoch gelegenen Manizales los. Die Hoffnung, dass wir über die Wolkendecke und somit in besseres Wetter kommen würden, erfüllt sich nicht. Durch die beschlagenen Scheiben können wir die typische Paramolandschaft mit Frailejones, Farnen, Gräsern und Moosen erahnen. Ab 4.700 m beginnt die Schneegrenze. In La Brisa ist die Station der Nationalparkverwaltung, wo wir zur Akklimatisierung stoppen und unsere Bergführerin an Bord nehmen. Auf 4.800 m verlassen wir den Bus, bei leichtem Schneetreiben beginnen wir langsam den Aufstieg. Schritt für Schritt stapfen wir bergauf, die Atmung geht immer schwerer. Nach und nach erreichen alle die 5.000 m Markierung. Der Abstieg fällt bedeutend leichter.

Nevado de Ruiz

#6 Bogotá

Zu den Sehenswürdigkeiten von Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien, zählen die Altstadtviertel „Germania“ und „La Candelaria“, der Hauptplatz Plaza Bolivar und das Goldmuseum. Einen Besuch wert ist auch Bogotás Hausberg Montserrate mit seinen knapp 3.200 m Höhe. Am Sonntag pilgern hier die Kolumbianer hin – entweder zu Fuß oder mit der Seilbahn – um die Kirche zu besuchen, die schöne Aussicht zu genießen oder in einem der vielen Restaurants zu essen.

Bogota

#7 Villa de Leyva

Villa de Leyva ist ein kleines Dorf mit knapp 10.000 Einwohnern – ein kolumbianisches Nationalmonument, mit kopfsteingepflasterten Gassen und kolonialen Häusern, ganz als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Das historische Städtchen ist insbesondere für seine große Plaza berühmt.

Villa de Leyva

#8 Paso de Angel

Der Paso de Angel ist ein schmaler Bergkamm inmitten einer spektakulären Gebirgslandschaft und weitgehend unberührter Natur. An der engsten Stelle misst er nur knapp 60 cm, die es zu überqueren gilt. Auf beiden Seiten geht es steil in die Tiefe. Da können die Knie schon mal ein bißchen zittern. Am Fluss entlang geht es an Stromschnellen vorbei und durch schattige Wäldchen zurück. Entweder im Flussbett von Stein zu Stein hüpfend oder auf einem Pfad oberhalb des Flusses.

Paso de Angel

#9 Nuqui / Pazifikküste

Mit einer Propellermaschine kommt man ins 3000-Seelen-Dorfes Nuqui. Dabei werden die Anden überquert, um in eine der unerschlossensten Küstenregionen von Kolumbien zu gelangen. Die kolumbianische Pazifikküste wird durch ihre dunklen Sandstrände und tropische Vegetation geprägt, sie zählt zu den artenreichsten Gebieten Südamerikas. Von Nuqui aus geht es mit dem Boot weiter zur Dschungellodge El Cantil. Übernachtet wird in urigen Cabanas, auf jeder Terrasse lädt eine Hängematte zum Relaxen ein. Im palmengedeckten Pavillon kommt vorwiegend frischer Fisch auf den Tisch, zum Essen ruft der Klang einer kleinen Glocke. An den Traumsträndes des Pazifiks lässt es sich herrlich in den Wellen baden oder am Strand entlang spazieren.

Eco Lodge bei Nuqui an der Pazifikküste

#10 Rio Viejo

Ausgestattet mit Schwimmwesten nehmen wir Platz auf den schmalen Sitzbänkchen unseres Bambusfloßes. Gemütlich treiben wir die vom Regen braunen Fluten des Rio Viejo entlang, beobachtet von den Kühen und Vögeln am Ufer. Da der Fluss aufgrund des vielen Regens reichlich Wasser führt, kommen wir flott voran. Die Guides überraschen uns mit einem Picknick am Fluss, es gibt Tamales, in Bananenblättern gekochtes Hähnchen mit Reis und Kartoffeln. Nachdem der Hunger gestillt ist, treiben wir weiter dem Sonnenuntergang entgegen und passieren dabei kleinere Stromschnellen und Bäume, auf denen sich Reiher zum Schlafen versammeln.

Mit dem Bambusfloß auf dem Rio Viejo

#11 San Agustín

San Agustin ist das archäologische Zentrum von Kolumbien. Hier liegt eine der wichtigsten, eindrucksvollsten und unerforschtesten Ausgrabungsstätten Südamerikas. Eine weit entwickelte Kultur hinterließ der Nachwelt in San Agustin monumentale Grabstätten und unzählige Steinskulpturen.

San Agustin

#12 San Andres Isla

Im Karibischen Meer liegt San Andrés. Die Insel ist rund 770 km von Kolumbien entfernt, Nicaraguas Küste ist nur ca. 190 km weit weg. Mit feinsandigen, weißen Stränden, Kokospalmen und dem türkisblauen Wasser erfüllen sich hier alle Träume von der Karibik. Eine Landschaft wie eine Fototapete…

Karibikstrand auf San Andres Isla

#13 Isla Providencia

Nur 90 km von San Andrés entfernt liegt Providencia. Die kleinere Insel ist touristisch noch unberührter und ursprünglicher. Um die Insel kommt man mit den Colectivos, das sind Pickups, die einen gegen Gebühr am Straßenrand aufsammeln. Oder mit einem der Fischer, die Fahrten mit ihren Booten anbieten. Zum Beispiel zum nach dem berüchtigten Piraten benannten Felsen Morgan’s Head oder zur Puente de los Enamorados, der Brücke der Verliebten.

Providencia

 #14 Taganga

Das rund 4000 Einwohner zählende Fischerdorf Taganga in der Nähe von Santa Marta ist Ziel vieler Taucher und Backpacker. Vom Mirador, dem Aussichtspunkt, hat man einen wunderschönen Blick über die ehemalige Piratenbucht an der Karibikküste.

Taganga

#15 Tatacoa Wüste

Bizarre Felsformationen, ausgewaschene Canyons, eine rot-braune Mondlandschaft – das ist El Desierto de Tatacoa. Die Tatacoa Wüste war in grauer Vorzeit Teil eines Meeres und von prähistorischen Tieren bevölkert. Heute ist die zerklüftete Landschaft ein wahres Highlight einer Reise durch Kolumbien. Eine Wanderung durch den Canyon mit seinen riesigen Kakteen ist etwas ganz Besonderes, noch dazu wenn die untergehende Sonne das rötliche Gestein noch intensiver schillern lässt.

Tatacoa Wüste

#16 Tayrona Nationalpark

Tayrona, unweit von Santa Marta, ist einer der atemberaubendsten Nationalparks Südamerikas. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sandstrand, rund gewaschene Felsen und tiefgrünes Hinterland – die Farbpalette ist karibisch. Neben den traumhaften Stränden gibt es etliche Wanderwege, zum Beispiel zu einem historischen Dorf der Tayronakultur.

Nationalpark Tayrona

#17 „Wellness“ am Volcano del Totumo

Eine steile Holztreppe führt nach oben zum Schlammloch im Innern des Vulkankegelchens. Angeblich soll der Schlamm heilende Wirkung haben. Einer nach dem anderen lässt sich in die dunkle Brühe gleiten. Jeder Neuankömmling wird von den Masseuren an den Füßen gepackt und Seite an Seite „eingeparkt“. Aufgrund der Dichte des Schlammes treibt man an der Oberfläche und fühlt sich schwerelos. Ich werde durchgeknetet, geschüttelt und massiert und mit einem Platschen auf den Bauch gedreht. Nach dem rutschigen Abstieg folgt die nicht gerade zimperliche Reinigung am Seeufer – rustikal ist sie, die „Vulkan-Wellness“ in Kolumbien.

Volcano del Totumo

#18 Salzkathedrale Zipaquira

Zipaquirá – hier gewannen bereits die Muiscas Salz, das sie gegen Gold eintauschten. Auch heute noch wird hier Salz abgebaut. In einem der stillgelegten Schächte des Salzbergwerks wurde die größte Untertagekathedrale der Welt geschaffen, die Salzkathedrale gehört sogar zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. Im Inneren der Höhlenkirche besteht alles aus Salz – Kreuze, Engel, Madonnenstatuen. Neben der Hauptkathedrale gibt es weitere kleine Kapellen sowie einen Kreuzweg, dessen Stationen durch Tunnel miteinander verbunden sind.

Hier liest Du mehr zur Salzkathedrale Zipaquira in Kolumbien…

Salzkathedrale Zipaquira

#19 Unterwegs in der Zona Cafetera

Kaffee ist einer der wichtigsten Exportartikel von Kolumbien. Im Kaffeeanbaugebiet, der Zona Cafetera, lohnt sich der Besuch einer Kaffeefinca. In vielen der Kaffeehaciendas kann man auch übernachten. Von der Aufzucht der Kaffeepflanzen bis zur Ernte der Kaffeekirschen, dem Trocknen und Rösten der Bohnen kann man den Kaffee-Herstellungsprozess hautnah miterleben. Dazu gehört natürlich auch eine Kaffee-Kostprobe.

In der Kaffeezone - Zona Cafetera

#20 Valle Cocora – Im Tal der Wachspalmen

Von der Kaffeezone geht die Fahrt weiter nach Salento, von wo aus sich das Cocora-Tal erstreckt. Bekannt ist das Valle de Cocora durch die dort vorkommende Wachspalme. Sie ist der Nationalbaum von Kolumbien und kann bis zu 80 m hoch werden. Ihre Früchte werden zur Wachsgewinnung genutzt. Im Valle de Cocora lässt es sich bestens wandern, die Pfade erstrecken sich bis zum Bergnebelwald hinauf.

Valle de Cocora

Noch mehr Infos über Kolumbien findest Du bei diesen Reiseblogs:

Warst Du schon in Kolumbien? Was sind Deine Tipps für Kolumbien, dem Land zwischen Pazifik und Karibik?

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Sightseeing-Touren und Aktivitäten in Kolumbien

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2 Kommentare

    • Danke, liebe Ariane! Freut mich, dass Dir die Fotos gefallen. Tatacoa war wirklich der Hammer. Vor allem nach der Anfahrt, unser Busfahrer musste ganz schön auf die Tube drücken, um gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang da zu sein. Umso schöner, dann das Erlebnis, als die Felsformationen in den verschiedensten Rottönen leuchteten… 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion

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