Gedanken

Mein Wort 2016: Fokus

Leuchtturm Rubjerg Knude

Statt der üblichen guten Vorsätze für das neue Jahr konzentrierst Du Dich auf ein Wort, das Dein Leuchtfeuer, dein Wegweiser für die kommenden Monate sein soll – so funktioniert die „1-Wort-Methode“. Dieses Wort soll Dir für die verschiedensten Lebensbereiche und Situationen Orientierung geben und Dir helfen, Dich auf das Wesentliche einzunorden. Es ist Dein Kompass durch den Alltag. Und wenn Du mal den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, kann Dir das Zurückbesinnen auf Dein Wort wieder die Sicht frei räumen.

Mein Wort 2016: Fokus

Als die liebe Tanja von Reiseaufnahmen mit ihrer Blogparade nach meinem Wort 2016 fragt, muss ich zunächst lange nachdenken. Gedanklich springe ich von einem Begriff zum nächsten, grübele, verwerfe wieder. Auf Anhieb will mir kein Wort einfallen, das sich als ein solches Leuchtfeuer erweisen könnte. Doch nach und nach beginnt sich etwas herauszukristallisieren. Erst ist es mehr ein Gefühl, das passende Wort will mir aber nicht in den Kopf kommen. Zu sperrig klingt das noch alles.

Meine Gedanken kreisen um Konstellationen wie:

  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Was will ich selbst?
  • Meinen Weg finden
  • Prioritäten richtig setzen
  • Mein Ding machen
  • Was ist wirklich wichtig im Leben
  • Mich nicht verzetteln
  • Scheiß auf Konventionen!

Und plötzlich ist es da: Das eine Wort, das auf so viele Situationen zu passen scheint, das meine bis dahin nicht richtig greifbaren Gefühle irgendwie auf den Punkt bringt. Mein Wort 2016 ist FOKUS.

Mein Wort 2016: Fokus

Fokus stammt vom lateinischen Focus ab und meinte eine Feuerstätte oder Herd. Was ja irgendwie auch ganz wunderbar passt, so als Treffpunkt der Familie und Lebensmittelpunkt. Seine eigene Mitte gilt es schließlich zu finden, um glücklich durchs Leben zu gehen.

Beim Fotografieren ist der Fokus der schärfste Punkt eines Fotos. Daher auch die Redensart „etwas in den Fokus rücken“, also die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu lenken. Dieser Punkt ist scharf zu sehen, Unwichtiges dagegen erscheint verschwommen und rückt in den Hintergrund. Man konzentriert sich auf das Wesentliche, auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Genau daran soll mich mein Wort 2016 immer wieder erinnern.

Immer mit dabei: Meine Kamera!

Fokus auf mich

Ich habe nur dieses eine Leben, deswegen: Fokus auf mich! Was ist mir wirklich wichtig? Was erwarte ich vom Leben, was sind meine Wünsche, Träume und Ziele? Was tut mir gut? Was will ich nicht oder nicht mehr? Fest steht, ich will mein Ding machen, meinen eigenen Weg gehen, egal was andere davon halten. „Weil man das halt so macht“ / „Weil man das nicht macht“ – pffffffhhh, scheiß auf Konventionen!

Ich möchte reisen, wie ich will! Mal vielleicht in einer Reisegruppe, aber wenn mir danach ist eben auch alleine und auf eigene Faust. Ich möchte leben, wie ich will! Der Traumprinz auf dem weißen Pferd kam noch nicht vorbei geritten, auch kein Ritter in schimmernder Rüstung. Vielleicht passiert das ja irgendwann mal. Vielleicht auch nicht, aber ich komme allein ganz gut klar – mittlerweile hat sogar die buckelige Verwandtschaft aufgegeben zu fragen, wann ich denn endlich heirate. Glück abseits der gewohnten Pfade – warum nicht?! Was die Zukunft auch bringen wird: Mein Leben, meine Regeln, was interessiert mich das Geschwätz von anderen (stimmt zwar nicht immer, aber ich arbeite dran…)!

Mein Wort 2016: Fokus

Fokus: Privatleben vs. Job

2016 will ich mehr Fokus auf mein Privatleben legen. Oft habe ich in den vergangenen Jahren das Privatleben hinten angestellt, Überstunden im Job waren häufig an der Tagesordnung. Hobbys habe ich zurückgeschraubt, weniger Sport gemacht. Oft falle ich abends nur noch müde auf die Couch, zu erledigt um etwas zu unternehmen oder noch zu sporteln. Um ein Projekt abzuschließen oder wenn mal Not am Mann ist, geht das durchaus in Ordnung. Aber es darf eben kein Dauerzustand sein.

Dazu gehört aber auch, meine innere Uhr umzuprogrammieren. Von Natur aus fällt es mir morgens eher schwer aus den Federn zu kommen, abends will ich dagegen nicht ins Bett und hänge noch lange vor dem Laptop oder dem Fernseher. Dementsprechend fange ich spät an zu arbeiten, komme dafür aber auch spät aus dem Büro. Ein Teufelskreis also – Fluch und Segen flexibler Arbeitszeiten sage ich da nur. Also heißt es 2016 für mich auch: Fokus auf die innere Uhr! Da muss ich mich ganz schön umgewöhnen… Puh, das kann ja was werden! Ich fürchte, da brauche ich ab und an mal einen kleinen Arschtritt – und den soll mir mein Wort „Fokus“ zumindest gedanklich geben. Mein Ziel: Früher zur Arbeit, früher Feierabend, mehr Zeit für Familie, Freunde, Hobbys (ja, und auch wieder mehr Sport)!

Fokus: Mehr Sonnenaufgänge

Fokus im Job

Okay, Privatleben vor Job, das haben wir ja gerade geklärt. Doch trotzdem möchte ich auch im Job meinen Fokus neu scharf stellen. Mein Schreibtisch quillt oft über, zig Aufgaben und Projekte laufen parallel. Manchmal herrscht dadurch ein ganz schönes Chaos in meinem Kopf. Zeitdruck und häufige Änderungen machen das nicht unbedingt besser. Deswegen möchte ich 2016 auch im Job mehr fokussieren: Welche Aufgaben sind wirklich wichtig? Was hält einen nur unnötig auf, trägt aber kaum etwas zur Zielerreichung bei? Also mehr oder bessere Prioritäten setzen und Energie in die wirklich wichtigen Dinge stecken! Und mich nicht durch Kindergarten-Getue oder taktische Spielchen (Woher kommt eigentlich dieser besch… Trend?!) aufreiben lassen.

Um den Fokus auf das Wesentliche zu setzen, hilft es ja manchmal einige Schritt zurückzutreten und die Situation mit Abstand zu betrachten. Vor allem auch mit emotionalem Abstand! Seit jeher bin ich eigentlich einen sehr familiären und freundschaftlichen Umgang im Job gewöhnt, doch der Wind im Arbeitsleben ist zunehmend rauer geworden, jeder ist austausch- und ersetzbar. Deshalb richte ich meinen Fokus 2016 auch auf die emotionale Distanz, ich möchte Stress im Job nicht mehr so nah an mich herankommen lassen. Job ist Job, das eigentliche Leben ist da draußen!

Mein Wort 2016: Fokus

Fokus auf Reisen

Das wird mir vermutlich am schwersten fallen! Denn ich neige ja dazu, Reisen minutiös durchzuplanen und viel zu viel in einen Tag packen zu wollen. Zu viele Sehenswürdigkeiten, zu viele Erlebnisse, zu viel von allem… Ich möchte relaxter werden, mich beim Reisen auf ein paar Highlights fokussieren und mehr Freiräume einplanen, in denen ich mich auch mal treiben und die Seele baumeln lassen kann. Einfach auch mal ohne konkreten Plan sein. Und wie sagte Astrid Lindgren so schön: “… und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“

Mein Wort 2016: Fokus

„Fokus“ ist mein Wort 2016 – unglaublich, für wie viele verschiedene Situationen es passt! Und wenn ich mich und meine Wünsche mal etwas aus den Augen verliere, hoffe ich, dass mich dieses Wort an die Hand nimmt und mich wieder auf meinen eigenen Weg zurückführt…

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12 Kommentare

    • Liebe Ariane,
      ich vermute, ich muss mich selbst auch immer wieder an meinen Fokus erinnern – zu schnell fällt man ja wieder in alte Gewohnheiten zurück. Schön, wenn ich Dich mit dem Artikel ein bisschen inspirieren konnte :-)
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Hallo Marion,

    ein sehr weise gewähltes Wort. Danke fürs mitmachen bei meiner Blogparade und ganz viel Erfolg bei diesem wichtigen Gedanken. ich verliere den Fokus selbst gerne mal und dein Text ist sicher nicht nur für mich eine gute Ermahnung und Stütze.

    Alles Liebe
    Tanja

    • Liebe Tanja,
      und wenn ich mein Wort vergesse, darfst Du mich gerne mal dran erinnern 😉 Muss mich unbedingt nach und nach durch die vielen schöne Beiträge Deiner Blogparade lesen, da sind bestimmt noch einige Inspirations-Perlen mit dabei.
      Liebe Grüße,
      Marion

    • Liebe Martina,
      freut mich, dass Dir der Artikel gefällt. Passt auch gut zu Dir :-)
      Selbstvertrauen ist auch ein schönes Wort! Chakka!!! 😉
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Hallo Marion,
    Du hast so Recht. Fokus ist ein wichtiges Wort. Wir haben nur ein Leben und das sollten wir so verbringen, dass es uns glücklich macht. Völlig irrelevant was andere davon halten. Man lässt sich in seinen Entscheidungen so schnell vom Umfeld beeinflussen, was ja im Grunde nichts schlechtes ist, aber wenn es einen davon abhält, das Leben zu leben, was man sich wünscht, dann sollte man sich ein wenig distanzieren, auch wenn dies Mut erfordert. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung Deines Wortes.

    • Liebe Sabine,
      vielen Dank für Deine netten Worte! Schnell fällt man ja immer wieder in alte Gewohnheiten zurück. Ich hoffe, dass mir dann dieses kleine Wörtchen wieder auf die Sprünge hilft 😉
      Liebe Grüße,
      Marion

  • Liebe Marion!
    Das ist mal ein schöner Artikel. Den Fokus auf sich selbst zu legen finde ich mit das Wesentlichste im Leben. Das habe ich mir fürs neue Jahr ebenso ganz fest vorgenommen. Und bislang gelingt es mir gut :)
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Hallo Kathi,

      freut mich, dass Dir der Artikel gefällt. Und sehr cool, dass Du Deinen Fokus auch so setzt und es bei Dir gut klappt. Bin mal gespannt, wie gut ich das schaffe. Hoffentlich nordet mich der Gedanke an meinen Fokus immer wieder richtig ein, wenn ich in alte Gewohnheiten zurückfalle :-)
      Liebe Grüße,
      Marion

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