Neuseeland

Neuseeland: Auf der Suche nach verborgenen Highlights

Cathedral Cove auf der Coromandel Halbinsel

| Ein Gastbeitrag von Michaela von Wainando |

Wer von Neuseeland träumt, denkt an weiße Postkartenstrände, an gigantische Gletscher, die fast bis an den Dschungel reichen und an entspannte Menschen, die auf einsamen Highways unterwegs sind. Aber Neuseeland kann noch mehr. Vor allem sollte man wissen, wo die größten Schätze schlummern und welche die zwei Millionen Touristen, die Neuseeland jedes Jahr stürmen, noch nicht entdeckt haben.

Neuseelands Badeträume

Türkisblaues Meer, weiße Sandstrände und Regenwald, der fast die Wellen berührt – so stellt man sich Neuseeland vor. Für diese Postkartenidylle nehmen viele Touristen den beschwerlichen 24-stündigen Flug ans andere Ende der Welt auf sich. Zu Recht, denn es gibt ihn tatsächlich, den neuseeländischen Badetraum. Bei Coromandel zum Beispiel.

Die Cathedral Cove, ein beliebtes Fotomotiv, hat mittlerweile internationale Bekanntheit erreicht. Allerdings hat Coromandel einen Nachteil: Die Naturschönheit zieht viele Touristen an. Deshalb sind wir weiter gefahren und haben einen Strand entdeckt, der ebenfalls Postkartencharakter hat, aber viel ruhiger ist.

Wenn man genau hinsieht, schimmert der beschauliche Hahei Beach leicht rosa in der Sonne. In der Nähe gibt es viele Galerien und das netteste Café der Nordinsel: das Hahei Beach Café mit tollen Panoramablick.

Lesetipp: Cape Reinga – der (nicht ganz) nördlichste Punkt Neuseelands

Cathedral Cove auf der Coromandel Halbinsel

Bild: Michaela Müller

Neuseeland: Coromandel Halbinsel

Bild: Michaela Müller

Städte-Tipp: Kulturzentrum Wellington

Der halb blinde, flugunfähige Kiwi ist Neuseelands Nationaltier. Dass sich die Bewohner dieses abgelegenen Landes auch selbst so nennen, zeugt nicht nur von Ironie, sondern auch von viel Gelassenheit. Tatsächlich sind die Neuseeländer sehr offen, freundlich und entspannt – es ist leicht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, besonders in den kulturellen Hochburgen.

Als Kulturzentrum schlechthin gilt die Hauptstadt des Landes. Wellington hat mir sogar noch besser gefallen als Auckland, von dem alle schwärmen. Über dem Hafen reihen sich schöne Häuser im viktorianischen Stil aneinander, in der Innenstadt gibt es überall Cafés, Bars, Theater, Galerien und Museen. Tatsächlich heißt es, dass die Windy City, wie die Stadt auch genannt wird, mehr Bars und Restaurants hat als New York City. Ich habe sie zwar nicht gezählt, kann aber bestätigen, dass Wellington ein echtes Gourmetmekka ist. Vor allem der Harbourside Market ist zu empfehlen, auf dem viele regionale Hersteller leckere warme Speisen und Lebensmittel anbieten.

Darüber hinaus sind die Filmstudios von Herr-der-Ringe-Regisseur Peter Jackson, der auch in und um Wellington drehte, einen Besuch wert. Oder das Nationalmuseum, in dem die Kiwis stolz ihre Kulturschätze präsentieren.

Neuseelands Hauptstadt Wellington

Bild: Marion Schäfer

Unterschätztes Kleinod: Doubtful Sound

Viele Touristen schwärmen vom Milford Sound. Und es stimmt: Auf einem Boot über den riesigen Fjord zu gleiten, vorbei an steilen bewaldeten Hängen mit bei Regen überquellenden Sturzbächen, ist wirklich schön. Zu schön. Denn der Milford Sound zieht so viele Besucher an, dass er schon fast überlaufen ist. Wer die landschaftliche Schönheit in Ruhe genießen möchte, ist am Doubtful Sound besser aufgehoben.

Erreichen kann man ihn im Rahmen einer Overnight-Cruise, die an sich schon sehr reizvoll ist. Denn so kann man dabei sein, wenn sich langsam die Dunkelheit über den Fjord senkt und die Geräusche der Natur verblassen. Nur das Meer ist immer zu hören.

Neuseeland: Doubtful Sound

Bild: Michaela Müller

Faszinierende Maori-Kultur

Vor rund 1000 Jahren kamen die Maori nach Neuseeland. Ihre Mythen, ihre Traditionen und ihre Sprache prägen das Land bis heute. Mittlerweile gibt es viele professionelle Maori-Touren, die Erlebnisse wie Schnitzvorführungen, Gesänge und typische Festessen bieten. Manche dieser Touren sind authentisch, manche sind nur Touristenfallen. Deshalb sollte man genau hinsehen, wo man bucht.

Lesetipp: Cape Reinga – der (nicht ganz) nördlichste Punkt Neuseelands

Praktische Tipps für die Reise

Neuseeland ist dem Ozonloch sehr nahe. Denk also daran, immer wieder Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen. Vor allem am Wasser, denn dort ist die Sonneneinstrahlung besonders stark.

Ansonsten gilt Neuseeland als sicheres Reiseland: Im Dschungel gibt es keine gefährlichen Tiere und spezielle Impfungen sind auch nicht notwendig. Die Nordinsel ist subtropisch geprägt, die Südinsel hat eher mitteleuropäisches Klima. Deshalb zu jeder Jahreszeit einen warmen Pullover einpacken! Zieh dich am besten im Zwiebellook an, denn bei Sonnenschein kann es plötzlich heiß werden.


Über die Autorin

Michaela Müller war unter anderem schon in China, Russland, Malaysia, in der Mongolei, Südostasien und Mittelamerika – aber Neuseeland ist ihr absolutes Lieblingsland. Mit ihrer Neuseelandreise erfüllte sie sich einen Traum und erkundete Land und Leute drei Monate lang. Danach gründete sie mit ihrer Schwester Wainando, einen Spezialreiseveranstalter, der sich auf Auszeiten, kulturelle Begegnungen, kraftvolle Orte und Meditation spezialisiert hat.

 

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