Litauen: Camping-Routen auf den Spuren von Natur und deutschem Erbe

Camping-Routen in Litauen: Kurische Nehrung

Urlaub mit dem Wohnmobil liegt voll im Trend – nicht zuletzt, um flexibel, mit Abstand und sicher Reisen zu können. In Litauen finden Urlauber, vier faszinierende Camping-Routen vor, auf denen sie sowohl Natur als auch die historischen Verbindungen zu Deutschland erleben können.

Mit der Fähre über die Ostsee ist Litauen von Deutschland aus leicht zu erreichen. Dabei kann das Wohnmobil problemlos mitgenommen werden. Die Küstenregion Litauens birgt Reste des deutschen Erbes und die Kompaktheit des Landes ist ideal, um in wenigen Tagen eine Vielzahl von Nationalparks zu besuchen. Auf folgenden Campingrouten können Urlauber Litauen mit dem Wohnmobil erkunden und in die Schönheit der wilden Natur eintauchen, jahrhundertealte kulturelle Verbindungen entdecken und einzigartige Architektur bewundern.

Litauen Camping-Route #1: Drei Gewässer im Westen

Diese 620 km lange Campingroute führt Camper in üppiges Terrain entlang der drei herausragendsten Wasserreservoirs Litauens: die Ostsee, das Kurische Haff und das Nemunas-Flussdelta. Die Route lässt sich am besten in aller Ruhe bewundern, denn sie offenbart Naturschönheiten wie die Kurische Nehrung – ein Weg aus weißem Sand, der die Ostsee und das Kurische Haff verbindet. Die von der UNESCO geschützten Strände wurden von Lonely Planet zu den schönsten in Europa gewählt.

Die Kurische Nehrung war mehrere Jahrhunderte lang Teil der Provinz Ostpreußen und weist daher noch Spuren des deutschen Erbes auf. Das Hotel Hermann Blode (heute Museum und Hotel Nidos Banga) zum Beispiel wurde im 19. Jahrhundert von Hermann Blode, einem Mäzen der Künstlern, erbaut. Das Hotel wurde bald zum Anziehungspunkt berühmter deutscher Künstler wie des Schriftstellers Thomas Mann, des Malers Ernst Bischoff-Culm und sogar des österreichischen Neurologen Sigmund Freud und schuf so die Künstlerkolonie Nidden.

Die Kurische Nehrung weist Spuren des deutschen Erbes auf © Andrius Gailiunas

Die Kurische Nehrung weist Spuren des deutschen Erbes auf © Andrius Gailiunas

Entlang faszinierender Gewässer führt diese Campingroute zum Windenburger Eck (auch Ventė Cape genannt) mit seiner ornithologischen Station und dem Leuchtturm, dann zu dem charmanten alten Fischerdorf Dreverna, das auch als kleiner Schiffshafen dient, und taucht tief in die mysteriöse Landschaft Samogitiens ein – die letzte Region, die sich von ihren heidnischen Traditionen verabschiedet hat.

Windenburger Eck / Ventė Cape | Bild: Visit Lithuania / Marius Jovaiša

Windenburger Eck / Ventė Cape | Bild: Visit Lithuania / Marius Jovaiša

Bild: Visit Lithuania / Paulius Rakštikas

Bild: Visit Lithuania / Paulius Rakštikas

Litauen Camping-Route #2: Drei Hauptstädte im Süden

Die Campingroute im Süden ermöglicht die Erkundung des südlichen Teils Litauens auf einer Strecke von 470 km und führt durch die drei Hauptstädte: Vilnius, die aktuelle Hauptstadt, Kaunas, die ehemalige Hauptstadt von 1919 bis 1939, und Trakai, die historische Hauptstadt.

Camper können die Inselburg Trakai, das Erbe des Großherzogtums Litauen und eine der malerischsten mittelalterlichen Burgen Europas, die Zwischenkriegsarchitektur in Kaunas und hoch aufragende Kirchtürme neben modernen Gebäuden in Vilnius erkunden. Eine der ältesten Straßen in Vilnius heißt Vokiečių (Deutsche) Straße. Sie wurde nach den vielen deutschen Kaufleuten und Künstlern benannt, die im Mittelalter nach Vilnius kamen.

„Glamping“ hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Daher können Urlauber, die sich auf ihrem Campingtrip verwöhnen lassen wollen, Druskininkai oder Birštonas besuchen. Dort bieten balneologische Resorts Spa-Behandlungen, Schlammbäder und die Verkostung von natürlichem Mineralwasser aus den lokalen Wasserquellen an.

Nicht nur Camping, sondern auch Glamping in Litauen | Bild: Visit Lithuania / Marius Morkūnas

Nicht nur Camping, sondern auch Glamping in Litauen | Bild: Visit Lithuania / Marius Morkūnas

Litauen Camping-Route #3: Seen und Herrenhäuser im Norden und Osten

Camper, die nicht genug von der Natur bekommen können, sollten die 690 km lange Route in Richtung Norden und Osten wählen. Wohnmobile können in der Nähe von Litauens ältestem Nationalpark in Oberlitauen (Aukštaitija) geparkt werden. Dies ist ein großartiger Ort, um verschiedene Outdoor-Aktivitäten auszuprobieren, zum die Verkostung von lokalen Köstlichkeiten wie Pilze oder Beeren und Waldbaden.

Die vielfältigen Aktivitäten entlang der Route werden Wohnmobil-Urlauber angenehm überraschen: So können sie beispielsweise in einem der vielen Seen in Zarasai schwimmen und im litauischen Museum für Ethnokosmologie in Molėtai ein echtes Stück Mond berühren. Wer einen Blick auf die Geschichte des 19. Jahrhunderts werfen will, kann einige Herrenhäuser besuchen, zum Beispiel das Herrenhaus Astravas in Biržai – ein beeindruckendes Stück romantischer Architektur.

Die Stadt Biržai hat auch eine jahrhundertelange Geschichte, denn sie war einst das Herzogtum Biržai der Radziwill – eines der größten privaten Anwesen im Herzogtum Litauen. Damals wählten viele Deutsche das Gebiet für eine Ansiedlung aufgrund des Schutzes durch die Familie Radziwill, die Handwerker, Landadel und Kaufleute in das Land locken wollte. Deutsche Kaufleute halfen dabei, die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen, während der Adel die zugeteilten Ländereien regierte und der Familie Radziwill militärischen Schutz gewährte.

Seen in Litauen | Bild: Visit Lithuania / Rasa Maksele

Seen in Litauen | Bild: Visit Lithuania / Rasa Maksele

Litauen Camping-Route #4: Quer-durchs-Land-Route

Als perfekten Wohnmobil-Urlaub für 2 Wochen empfiehlt Lithuania Travel eine landschaftlich reizvolle Campingroute von 1.400 km rund um ganz Litauen. Sie führt durch die drei wichtigsten Städte, erreicht die größte litauische Inselstadt Rusnė und die nahe gelegene Stadt Šilutė, die als inoffizielle Hauptstadt Kleinlitauens galt und in der noch Reste der deutschen Geschichte erhalten sind. Zum Beispiel wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche Šilutė, benannt nach Martin Luther, dem berühmten deutschen Gründer der Reformationsbewegung, als eine der schönsten Kirchen in Ostpreußen angesehen.

Campingrouten in Litauen - Aukštumala, Šilutes | Bild: Visit Lithuania / Julius Kalinskas

Campingrouten in Litauen – Aukštumala, Šilutes | Bild: Visit Lithuania / Julius Kalinskas

Und das ist noch nicht alles – beim Besuch vieler Regionen Litauens haben Camper die Möglichkeit, die „Paradiesstraße“ zu befahren, die sich entlang des Flusses Memel schlängelt, auf den 7 Hügeln von Telšiai, der sogenannten Hauptstadt von Samogitien, zu fahren und sogar den legendären Berg der Kreuze zu erkunden, einen Ort, den schon Papst Johannes Paul II. besucht hat und der in der Nähe des Stadtrandes von Šiauliai liegt.

Kryžių kalnas | Bild: Visit Lithuania / Andrius Aleksandravičius

Kryžių kalnas | Bild: Visit Lithuania / Andrius Aleksandravičius

Weitere Informationen über Campingplätze und Campingrouten finden Sie auf der Website von Lithuania Travel  und in informativen Publikationen.

Werbung | Pressemitteilung
Dieser Artikel über Litauens Campingrouten ist eine Pressemitteilung von Lithuania Travel. In meiner Blog-Rubrik “News von Destinationen & Reiseveranstaltern”  veröffentliche ich Pressemitteilungen, die interessante Tipps und Reiseinspirationen für meine Leser beinhalten. Die Veröffentlichung erfolgt kostenfrei.
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